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Solidarität bedeutet ein gemeinsames kulturelles System von Grundwerten, das die Stärken und Schwächen seiner Glieder berücksichtigt. Das ist in einer von Mobilität und Multikulturalität geprägten Gesellschaft nicht leicht zu erreichen.
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Es gibt in der Erziehung kein Schema F, kein Programm, das einfach durchgezogen werden kann. Eltern sind gefordert situationsbezogen und individuell ihren Kindern das vorzuleben und an Werten mitzugeben, was aktuell dran ist. Das Anspruchsvolle daran ist, dass Eltern den Kindern mit Ehrlichkeit und Engagement begegnen. Eltern müssen nicht alles wissen, brauchen nicht jeden Wunsch zu erfüllen. Das grösste Gut ist die Zeit und das exklusive "da" sein für die Kinder.
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Kinder brauchen Zuneigung, Unterstützung und müssen gfördert werden. Auf der andern Seite müssen Grenzen gesetzt werden, Verbindlichkeiten eingehalten und Leistungen gefordert werden. Erziehen heisst aber auch Vorbild sein und mit gutem Beispiel vorangehen. Dabei gilt auch die Erkenntnis welche Jahrtausende alt ist und bereits im alten Babylon gepredigt wurde: "Die heutige Jugend ist immer schlechter als die vorangegangene". Wenn dem so wäre, hätte die Menschheit längst aufgehört auch all das Gute und Schöne zu schaffen. Also, glauben wir an unsere Jugend, auch sie wird fähig sein, die Probleme der Zukunft zu lösen.
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Wer kennt das nicht - Eltern die arbeiten müssen um die Familie durchzubringen, eine unpersönliche Welt und Kommunikation, diverse Ablenkungen wie Fernseher, Computerspiele und Handy auf dem man jeden Mist herunterladen kann.
Kommunikation ist global und unpersönlich jederzeit möglich.
In dieser Zeit ist es nötig, dass Eltern die dem Kind meistens am nächsten stehen, zuhören, verstehen, Bestätigung und eine Vorbildfunktion geben.
Es gibt keine Welt in der alles möglich ist, in der es ohne Respekt, Toleranz und gegenseitige Achtung ein angenehmes Zusammenleben gibt.
Werte, Bestätigung, Grenzen aufzeigen, Vorbild sein - all das sind Aufgaben, die Eltern, Lehrer, die Allgemeinheit mehr wahrnehmen müssen.
Familien müssen auch teilweise entlastet werden durch Erziehungshilfen, Tagesstätten usw.
Kommunikation ist global und unpersönlich jederzeit möglich.
In dieser Zeit ist es nötig, dass Eltern die dem Kind meistens am nächsten stehen, zuhören, verstehen, Bestätigung und eine Vorbildfunktion geben.
Es gibt keine Welt in der alles möglich ist, in der es ohne Respekt, Toleranz und gegenseitige Achtung ein angenehmes Zusammenleben gibt.
Werte, Bestätigung, Grenzen aufzeigen, Vorbild sein - all das sind Aufgaben, die Eltern, Lehrer, die Allgemeinheit mehr wahrnehmen müssen.
Familien müssen auch teilweise entlastet werden durch Erziehungshilfen, Tagesstätten usw.
3 Kommentare
Heute arbeiten viele Eltern nicht, um ihre Kinder "durchzubringen", sondern weil sie nicht bereit sind, auch mal zu verzichten, wenn das gleiche Geld für drei oder vier reichen muss. Zudem gibt es immer mehr Paare, die sich nicht zuerst überlegen, ob sie sich Kinder leisten können, sondern sich auf den Staat verlassen. Mit der flächendeckenden Einrichtung von Zusatzangeboten für Familien setzt man völlig falsche Anreize und signalisiert, alle Paar sollten sich Kinder zulegen. Man sollte zu einer Politik übergehen, die Paare vielmehr darauf hinweist, dass sie bereit sein müssen, für ihre Kinder da zu sein und sonst besser auf Kinder zu verzichten.Aliki Panayides - SVP 14. März 2010 Verstoss melden
Der Ausdruck "sich Kinder zulegen" zeigt auch sprachlich, was Kinder für die SVP oder zumindest für Frau Panayides bedeuten: Objekte, die man (käuflich) erwirbt. Dies wirkt in Kontrast zu den menschenfreundlichen Aussagen von Marcel Gygax geradezu grotesk auf mich.Roland Näf - Grossrat Bern, SP 14. März 2010 Verstoss melden
@SVPGygax Marcel - CVP 15. März 2010 Verstoss melden
Wichtig ist zu wissen, dass Kinder Zeit in Anspruch nehmen.
Dass Eltern nur Kinder bekommen, weil sie vom Staat unterstützt werden, halte ich für eine populistische und diskriminierende Aussage.
Es mag sicher Einzelfälle geben, in denen sich Eltern die Kosten einer Familie nicht bewusst sind.
Wenn man Kinder gross ziehen will, muss man halt Kompromisse machen und auf den einen oder anderen Luxus verzichten.
Was man jedoch von den Kindern zurück bekommt, ist unbezahlbar.
Zudem sind Kinder die Zukunft der Schweiz. Dies sollte auch im Interesse der SVP sein.
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Kinder und Jugendliche befinden sich in einer Entwicklung zum erwachsenen Menschen, der gesellschaftliche Verantwortung übernehmen muss. Junge Menschen werden daher zu allen Zeiten neue Lebensformen und Lebensregeln ausprobieren, die existierenden überprüfen, einige davon übernehmen und andere verwerfen und neue entwickeln. Und irgendwann wird auch diese Generation junger Menschen älter und versuchen der folgenden Generation ihre Regeln zu vermitteln, und das Rad wird sich weiterdrehen.
2 Kommentare
Teilweise haben Sie recht. Jedoch hat sich die Laisser-faire-Strategie nicht als optimal erwiesen.Gygax Marcel - CVP 11. März 2010 Verstoss melden
Es ist durchaus positiv, dass Kinder offener, unkomplizierter und unvereingenommener durch Leben gehen und Dinge selbst ausprobieren.
Aber es braucht auch eine Bewusstsein, dass man nicht alleine auf der Welt ist und auch andere Menschen Respekt und Toleranz verdienen.
Werte vermitteln und dem Kind Raum zur Selbstverwirklichung müssen keine Wiedersprüche sein.
Ich meine auch keine laisser faire Methode, sondern wir sollten nicht enttäuscht sein, wenn junge menschen nicht automatisch unseree Werte übernehmen und eigene Werte entwickeln. Die allermeisten Jugendlichen sind anständige Menschen und sollten von uns "Alten" den Respekt erhalten, den wir von Ihnen erwarten. Nur sehe ich allzu oft wie Jugendliche (und zunehmend auch alte Menschen) kritisiert und als Kostenverursacher in unserer Gesellschaft abgewertet werden.Daniela Lutz - Grüne 12. März 2010 Verstoss melden
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Das soll jetzt nicht heissen, dass ich eine staatlich geführte Stelle haben möchte, die Paaren oder Einzelpersonen erlaubt, sexuell aktiv zu werden bzw. Kinder zu kriegen...
Allerdings müssen wir uns schon fragen, wie es kommt und wie es gekommen ist, dass wir offenbar eine immer grösser werdende Zahl Kinder haben, die offensichtlich sehr wenig über Toleranz und Respekt wissen und entsprechende Werte auch vermittelt bekommen.
Wessen Aufgabe wäre das? Ursprünglich war es sicherlich diejenige der Eltern bzw. der Erziehungsgemeinschaften ganzer (Gross-) Familien - immerhäufiger wird jetzt aber verlangt, dass (auch) dieser Teil der Erziehung durch Leherpersonen übernommen wird, was diese aber nicht übernehmen können. Sei es aus zeitlichen und finanziellen Gründen, weil sie dafür nicht ausgebildet sind oder weil es schlicht und einfach nicht ihre Aufgabe ist...
Also, was nun??
Bessere Aufklärung der Jugendlichen? Intensivere Auseinandersetzung mit dem Betreuungsproblem von Kindern während der Arbeitszeit von Eltern?
Oder schlicht und einfach eine Rückbesinnung auf traditionellere und vielleicht konservativere Werte?
Kinder brauchen Grenzen und sie brauchen Liebe! Sie brauchen keine zusätzlichen Unterrichtsstunden oder andere "Therapien". Kinder brauchen Mami und Papi und andere Kinder zum Spielen, Lernen, Abgucken, Übernehmen von Verhalten und zum Verstehen ihrer jeweiligen Rollen im Sozialgefüge.
Kinder brauchen Zeit und einen Zeitraum um Kinder zu sein und sein zu dürfen!
Allerdings müssen wir uns schon fragen, wie es kommt und wie es gekommen ist, dass wir offenbar eine immer grösser werdende Zahl Kinder haben, die offensichtlich sehr wenig über Toleranz und Respekt wissen und entsprechende Werte auch vermittelt bekommen.
Wessen Aufgabe wäre das? Ursprünglich war es sicherlich diejenige der Eltern bzw. der Erziehungsgemeinschaften ganzer (Gross-) Familien - immerhäufiger wird jetzt aber verlangt, dass (auch) dieser Teil der Erziehung durch Leherpersonen übernommen wird, was diese aber nicht übernehmen können. Sei es aus zeitlichen und finanziellen Gründen, weil sie dafür nicht ausgebildet sind oder weil es schlicht und einfach nicht ihre Aufgabe ist...
Also, was nun??
Bessere Aufklärung der Jugendlichen? Intensivere Auseinandersetzung mit dem Betreuungsproblem von Kindern während der Arbeitszeit von Eltern?
Oder schlicht und einfach eine Rückbesinnung auf traditionellere und vielleicht konservativere Werte?
Kinder brauchen Grenzen und sie brauchen Liebe! Sie brauchen keine zusätzlichen Unterrichtsstunden oder andere "Therapien". Kinder brauchen Mami und Papi und andere Kinder zum Spielen, Lernen, Abgucken, Übernehmen von Verhalten und zum Verstehen ihrer jeweiligen Rollen im Sozialgefüge.
Kinder brauchen Zeit und einen Zeitraum um Kinder zu sein und sein zu dürfen!
2 Kommentare
Leider können Sie das Rad der Zeit nicht zurückdrehen -Gygax Marcel - CVP 11. März 2010 Verstoss melden
Viele Eltern arbeiten um durchzukommen oder um sich ihren persönlichen Luxus zu leisten, als Folge haben sie keine Zeit und verlieren den Faden zu ihren Kindern oder glauben die Liebe, Erziehung und Bestätigung mit Materialismus (Ipod, Iphone, Computerspiele oder Fernseher) kompensieren zu können.
Ich sehe ja selber wie viele Kinder und Jugendliche mit Ihren Markenklamotten und I-phones statt mit ihren Eltern durch die Strassen schlendern.
Diese Vernachlässigung und die fehlenden Manieren bekommen danach die Schulen und die Gesellschaft, infolge (Abfall einfach auf den Strassen liegen lassen, Vandalismus, Jugendgewalt und Respektlosigkeit) zu spüren.
Ein Teil der Aufgaben müssen sicher den Eltern wieder zugemutet werden können. Wo aber dies nicht möglich ist, sollen die Werte in Schule und Kindergarten gelebt und gelernt werden.
Da gehe ich durch und durch mit Ihnen ein... Viel mehr bin ich sogar der Ansicht, dass es hauptsächlich die Aufgabe der Eltern sein müsste, ihren Kindern Grenzen zu setzen und nicht nur "ein Teil der Aufgaben"... Aber das steht auf einem anderen Blatt... ;)Adrian Zehnder 16. März 2010 Verstoss melden
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4 Kommentare
Der Staat soll nicht immer mehr Verantwortung übernehmen. Die Fürsorge und Erziehung kann nicht durch Institutionen umgesetzt werden, sondern die persönliche Beziehung der Eltern zu ihren Kindern ist das Zentrale.David Bosshard - SVP 11. März 2010 Verstoss melden
Auch wenn sich die Gesellschaft durch neue Rollenverständnisse in der Familie sowie durch mehr Mobilität und Medien verändert, darf nicht der Individualismus auf Kosten der Kindererziehung im Zentrum stehen.
Und wieprügeln wir diese Selbstverständlichkeit in die Köpfe derer, für die es eben nicht selbstverständlich ist? Es wäre eigentlich das Natürlichste der Welt, aber offenbar kann man das einfahc nicht mehr voraussetzen. Der Staat soll nicht Verantwortung übernehmen, aber wenns dann zu spät ist, muss der Staat es wieder richten. Ich gehe davon aus, dass jede Person, der in einer staatlichen Institution etwas vermittelt wird, dass vom Elternhaus nicht kam, die Chance erhöht, dass die Probleme wie Vandalismus und Hooliganismus nicht noch mehr zunehmen.Hannes Zaugg-Graf - Grossrat Kanton Bern, SP 12. März 2010 Verstoss melden
Oft sind die Verhältnisse halt nicht so. Bei unseren Lehrlingen und jungen Mitarbeitern gibt es eine Konstellation für Problem: das ist entweder ein Migrationshintergrund von Flüchtlingen. Wenn Sie hier aufgewachsen sind, ist das normalerweise schon kein Problem mehr. Am meisten Probleme haben wir mit den Lehrlingen und jungen Mitarbeitern aus CH-Einpersonen-Familien (meistens die berufstätige Mutter). Hier lohnt sich ein vermehrter Effort von staatlichen Stellen und Lehrmeistern, auch wenn das mühsam erscheint. - Lohnt sich aber! - Sie müssen den Staat wie einen Unternehmer ansehen. Er hat ein Interesse an gut integrierten, engagierten Bürgern. Da lohnt es sich auch etwas zu investieren (Kitas etc.).Urs Muntwyler - Grüne 14. März 2010 Verstoss melden
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Die Tatsache, dass viele Kinder mit starken Entwicklungsdefiziten in Kindergarten und Schule eintreten, ist kaum bestritten. Unsinn ist, nur über die Schuld der Eltern zu diskutieren, statt das Beste für die Kinder und die Gesellschaft heraus zu holen. Zusätzliche Investitionen in familienergänzende Angebote bereits für Kleinkinder sind dringend nötig, denn diese können nichts dafür, wenn ihre Eltern Fernseher und Spielkonsole als billigen Betreuungsdienst einsetzen. Die Folgen tragen wir später durch zunehmende Gewalt auf unseren Strassen. Wichtig sind die Früherkennung bereits ab Geburt und kluge Anreize gegenüber nachlässigen Eltern.
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Einen guten Umgang, Respekt und Toleranz in der Schule oder im Kindergarten zu lernen, benötigt keine zusätzlichen finanzielle Mittel.Gygax Marcel - CVP 9. März 2010 Verstoss melden
Lieber eine unnötige Stunde Frühenglisch kürzen und dafür lebenswichtiges wie Respekt Toleranz wieder in der Schule lernen.
Dies erspart uns die Verwahrlosung der heutigen Gesellschaft.
Ja, klar. Und weil die Eltern ihre Erziehungsverantwortung nicht wahrnehmen, sind dann Fernseher und Spielkonsolen Schuld an der Gewaltzunahme auf unseren Strassen.Oliver aus Zürich - jf 9. März 2010 Verstoss melden
Ich sehe schon, Sie wollen die Sache mit den Entwicklungs- und Erziehungsdefiziten offenbar von allen Seiten angehen. Schliesslich tragen ja nicht die Eltern die Verantwortung für den Einsatz des "billigen Betreuungsdienstes", sondern die Unterhaltungsmedien. Da ist es doch nur konsequent, wenn man gleich auch noch die bösen Killerspiele für Erwachsene verbieten will.
Es ist eigentlich Schade, das Ihre an sich berechtigten Forderungen wie familienergänzende Angebote für Kleinkinder dadurch nicht gerade an Glaubwürdigkeit gewinnen.
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